Krankenversicherung

Als Grenzgänger sind Sie in Luxemburg über die CNS versichert. Von dort bekommen Sie eine luxemburger Krankenkarte. Mit dieser Karte können Sie in Luxemburg zum Arzt gehen. Auf der Karte steht Ihre Matrikelnummer, die der Identifikationsnummer in Deutschland angesehen werden kann. Diese Nummer müssen Sie bei jeden Formularen wie z.B Kindergeld, Rente angeben.

Um Sachleistungen im Wohnland zu erhalten, müssen Sie sich bei einer Krankenkasse Ihres Wohnortes anmelden und eine Bescheinigung (S1) vorlegen, aus der hervorgeht, dass er Anspruch auf diese Leistungen hat.

Diese Bescheinigung wird von der Aufnahmeabteilung der CNS ausgestellt und bleibt solange gültig, bis sie bei der Krankenkasse am Wohnort annulliert worden ist.

Die Ausstellung der genannten Bescheinigungen erfolgt automatisch, sobald die Mitgliedschaft beim Centre Commun de la Sécurité Sociale registriert worden ist.

Sollten Sie 14 Tage nach dem Erhalt der Aufnahmebestätigung kein Formular S1 erhalten haben, müssen Sie dieses bei der CNS nachbestellen.

Rückerstattung von medizinischen Auslagen

Die ordnungsgemäss bezahlten Honoraraufstellungen und Rechnungen für Behandlungen, die in einem anderen Land als dem Wohnland verabreicht worden sind, sind an die CNS zu richten.

Um eine schnelle Erstattung zu garantieren, wird der Versicherte gebeten, die Kennziffer der behandelten Person und eine Kontonummer bei einem Finanzinstitut seiner Wahl anzugeben (IBAN-Nummer und BIC-Code (SWIFT)).

Der versicherte Grenzgänger und seine Familienangehörigen können unter den gleichen Bedingungen Leistungen im Grossherzogtum Luxemburg bekommen, wie sie für Personen gelten, die im Grossherzogtum ansässig sind.

Mitversicherung

Für die Bestimmung, ob es sich um einen Familienangehörigen handelt, der Anspruch auf Leistungen hat, ist nur die Gesetzgebung massgeblich, die von der Krankenkasse des Wohnortes angewendet wird.

Zu diesem Zweck stellt die Krankenkasse des Wohnlandes eine Bescheinigung aus, aus der hervorgeht, dass die Familienangehörigen Mitversicherte des Versicherten sind, der in Luxemburg krankenversichert ist.

Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung

Zwecks Beschleunigung des Verwaltungsverfahrens sind alle an die CNS zugestellten Dokumente mit der individuellen luxemburgischen Versicherungsnummer zu versehen.

Dies gilt insbesondere für die Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung um somit einen reibungslosen Ablauf im Hinblick auf die Auszahlung von Krankengeld zu gewährleisten.

Hierbei empfiehlt es sich, die luxemburgische Versicherungsnummer durch den behandelnden Arzt eintragen zu lassen oder aber gegebenenfalls auf der Rückseite des Krankenscheines zu vermerken.

Entschädigung von Sachschäden in Folge eines Arbeits- oder Wegeunfalls

Mit dem in Kraft treten des ersten Teils der Reform der Unfallversicherung am 1. Juni 2010 sind unter anderem die Bestimmungen über die Entschädigung von Sachschäden in Folge eines Arbeits- oder Wegeunfalls geändert worden. Hierbei wurde der ehemalige Artikel 110 des Sozialgesetzbuchs durch den neuen Artikel 99 ersetzt, welcher folgende Hauptänderungen mit sich bringt :

  • Die Bedingung einer Körperverletzung, um Anspruch auf eine Entschädigung des Sachschadens des im Unfall verwickelten Fahrzeugs zu haben, fällt weg. Das Unfallanzeigeformular wurde in diesem Sinne abgeändert und enthält jetzt eine neue Rubrik „Keine Verletzung, nur Fahrzeugschaden“ ;
  • Hinweise über den Sachschaden des Versicherten braucht der Arbeitgeber auf der Unfallanzeige keine mehr anzugeben ;
  • Ab dem 1. Juni 2010 muss der Versicherte diese Angaben auf dem betreffenden Antragsformular selbst eintragen um Anspruch auf eine Entschädigung des Sachschadens zu haben. Es bestehen zwei verschiedene Antragsformulare, je nachdem um welche Art von Sachschaden es sich handelt, d.h. :
  • - Ein Antragsformular auf Entschädigung des Sachschadens (gilt für alle Sachschäden ausser den Fahrzeugschäden)
    - Ein Antragsformular auf Entschädigung des Fahrzeugschadens
  • Unter Androhung Rechtsverlusts, muss dieser Antrag binnen einer Frist von einem Jahr ab dem Unfalldatum bei der AAA eingehen ;
  • Die Höchstentschädigung des Fahrzeugschadens wurde auf 5- oder 7-mal den sozialen Mindestlohn erhöht, je nachdem ob es sich um einen Wegeunfall (8.413,79 Euro) oder einen Arbeitsunfall handelt (11.779,30 Euro) ;
  • Im Gegenzug wurde eine Selbstbeteiligung von 2/3 des sozialen Mindestlohns (1.121,84 Euro) eingeführt.

(Quelle www.aaa.lu)