Die folgenden Erläuterungen umfassen die aktuell geltenden Regeln und beinhalten nicht die Änderungen durch die Steuerreform. Mehr Informationen finden Sie in unserer Broschüre „Steuerreform – Die wichtigsten Änderungen in 2017 & 2018“

Das steuerliche Statut des Grenzgängers

Für den Arbeitnehmer, der in einem Land wohnt und in einem anderen Land arbeitet, stellt sich die Frage der Besteuerung. Um zu vermeiden, dass das gleiche Einkommen zweimal besteuert wird, schließen die Länder untereinander ein bilaterales Abkommen ab. Dies ist auch der Fall für Deutschland und Luxemburg.

Doppelbesteuerungsabkommen

Die Einkünfte aus nicht selbständiger Arbeit sind steuerpflichtig in Luxembourg, dem Staat der Tätigkeit, nach dem Doppelbesteuerungsabkommen Artikel 10. Der Deutsche Grenzgänger ist in Luxembourg als Nichtansässiger beschränt einkommensteuerpflichtig.

Deutschland vermeidet als Wohnsitzstaat/ Ansässigkeitsstatt die Doppelbesteuerung durch Anwendung der Freistellung, dies bedeutet, das die Einkünfte in Luxembourg versteuert werden, aber in Deutschland dem Progressionsvorbehalt (§32 b EstG) unterliegen.

Die in Luxemburg verdienten Löhne sind im Prinzip in Luxemburg zu versteuern.

Ist dies immer der Fall?

Ja, insofern die Arbeit in Luxemburg verrichtet wird. Ausnahmen von diesem Prinzip bestehen in bestimmten Fällen, vor allem wenn der Arbeitnehmer zeitweise durch seinen luxemburgischen Arbeitgeber in seinem Wohnland oder in einem anderen Land beschäftigt wird.

Das bestimmende Element, um das für die Besteuerung zuständige Land festzulegen, ist in der Tat der Ort, an dem die Arbeit verrichtet wird. So kann es sein, dass die Steuerregelung ändert. Es ist also ratsam, sich diesbezüglich gut zu informieren, um jede Überraschung zu vermeiden.

Um Probleme für die internationalen Chauffeure zu vermeiden, wurde vereinbart, dass diese in dem Land besteuert werden, in dem ihr Unternehmen offiziell niedergelassen ist.

Monatliche Lohnsteuer in Luxemburg

In Luxemburg sind die Nicht-Ansässigen, d.h. die physischen Personen, die weder ihren steuerlichen Wohnsitz noch ihren gewöhnlichen Wohnsitz in Luxemburg haben, der Einkommenssteuer unterlegen, aber nur bezüglich des Einkommens, das sie aus Luxemburg beziehen.

Die steuerpflichtigen Luxemburger unterliegen jedoch der Einkommenssteuer in Bezug auf die inländischen und ausländischen Einkünfte.

Das hat zur Folge, dass ein nicht-ansässiger Steuerpflichtiger, der wie ein ansässiger Steuerpflichtiger behandelt werden möchte, um die gleichen Steuervorteile zu genießen (z.B. im Rahmen der Steuererklärung), alle beruflichen Einkünfte seines Haushaltes angeben muss, auch die ausländischen Einkünfte. Da diese schon im Wohnland besteuert wurden, sind sie in Luxemburg steuerfrei, gelten aber für die Festlegung des anzuwendenden Steuersatzes.

Die luxemburgischen Steuersätze variieren je nach Steuerklasse, die durch die familiäre Situation des Arbeitnehmers bestimmt wird.

Die Steuerkarte

Die Steuerkarte wird von der Gemeindeverwaltung des Wohnortes ausgestellt und muss beim Arbeitgeber abgegeben werden. In Zukunft soll die Steuerkarte von der Steuerverwaltung ausgestellt werden.

Die Steuerkarte für Grenzgänger werden vom Lohnsteueramt „RTS Non-Résidents“  ausgestellt. Die Steuern werden an der Quelle beim Arbeitgeber oder der Pensionskasse einbehalten. Durch die Steuerkarte wird der geschuldete Steuerbetrag einbehalten. Die Steuerkarte beinhaltet diverse Informationen, u.a.: die Steuerklasse, sowie der Betrag der Fahrtkosten, welcher in Abzug zu bringen ist.

Die Steuerkartenangaben sollen von Steuerpflichtigen überprüft werden.

Die monatliche Besteuerung in Luxemburg unterscheidet sich durch die festgelegten  Steuerklassen, welche aufgrund der Familiensituation des Arbeitnehmers oder Rentners auf der Steuerkarte festgelegt sind.

Zusätzliche Steuerfreibeträge können auf Antrag von dem zuständigen Lohnsteueramt eingetragen werden.

Falls Sie Ihren Arbeitsplatz im Laufe des Jahres wechseln, muss der Arbeitgeber Ihnen die vervollständigte Steuerkarte aushändigen, welche Sie anschliessend an Ihren neuen Arbeitgeber in Luxemburg aushändigen.

Eine Änderung des Fahrtkostenfreibetrags wird nur vorgenommen für das laufende Jahr (auf Antrag beim Lohnsteueramt) wenn es zum Vorteil für den Arbeitnehmer wäre, z. Bsp. Beim Wechsel des Arbeits- oder Wohnortes.

Sonstige Änderungen wie z. Bsp. Die Steuerklasse 2 bei Heirat im Laufe des Jahres können beantragt werden und gelten ab dem 1. Januar des laufenden Jahres.

Achtung: Die Steuerkarte wird jedes Jahr erneuert. Der Arbeitnehmer, der seine Karte nicht beim Arbeitgeber abgibt kann mit dem maximalen Steuersatz von 30% besteuert werden.

Die Steuerkartentypen

Man unterscheidet zwei Arten von Steuerkarten: die Hauptsteuerkarte (1. Steuerkarte) und die zusätzlichen Steuerkarten (2. Steuerkarte, 3. Steuerkarte, usw).

Jeder Arbeitnehmer darf nur eine Hauptsteuerkarte besitzen. Falls er mehrere Arbeitgeber hat, muss er eine (oder mehrere) zusätzliche Steuerkarte(n) beantragen.

In Haushalten mit zwei in Luxemburg berufstätigen Ehepartnern wird also eine Hauptsteuerkarte und eine (oder mehrere) zusätzliche Steuerkarte(n) ausgestellt.

Der Unterschied zwischen den beiden Steuerkartentypen

Für den Arbeitnehmer, der über die Hauptsteuerkarte verfügt (1. Steuerkarte) wendet der Arbeitgeber die Lohnsteuertabelle für monatliche Einkünfte an.

Diese Lohnsteuertabelle, welche auf den steuerbaren Lohn des Steuerpflichtigen angewandt wird, berücksichtigt bereits einige Abschläge:

Pauschalabschlag für Werbungskosten (540€/Jahr), Pauschalabschlag für Fahrtkosten (396€/Jahr) für die ersten 4 Kilometer, Pauschalabschlag für Sonderausgaben (480€/Jahr).

Der Arbeitnehmerfreibetrag in Höhe von 600€/Jahr entfällt ab 01.01.2009 in der Lohnsteuertabelle und wird ersetzt durch einen monatlichen Steuerkredit in Höhe von 25€ (Nettozuschlag auf den Lohn).

Ein Arbeitnehmer der mehrere Arbeitsplätze hat muss jedem Arbeitgeber eine Steuerkarte abgeben; gegebenenfalls eine Hauptsteuerkarte und eine (mehrere) zusätzliche Karte(n).

Gleiches gilt für Ehepaare bei denen beide Ehepartner in Luxemburg berufstätig sind und somit gemeinsam besteuert werden. Zwei Steuerkarten werden ausgestellt: Eine Hauptsteuerkarte und eine zusätzliche Steuerkarte.

In diesem zweiten Fall wird der Ehepartner, der die Hauptsteuerkarte hat nach der Lohnsteuertabelle für monatliche Einkünfte besteuert. Der andere Ehepartner, der die zusätzliche Steuerkarte hat, wird mit einem Pauschalsatz besteuert (auf der Steuerkarte eingetragen), er kommt jedoch in den Genuss eines zusätzlichen Abschlags für Ehepartner von jährlich 5.520€  oder monatlich 460€.

Dieser Betrag ergibt sich aus Werbungskosten: 540€/Jahr und Sonderausgaben: 480€/Jahr sowie ausserberuflicher Freibetrag: 4.500€/Jahr.

Der Arbeitnehmerfreibetrag für die zusätzliche Steuerkarte des Ehepartners in Höhe von 600€/Jahr entfällt ab 01.01.2009 und wird ersetzt durch einen monatlichen Steuerkredit in Höhe von 25€ (Nettozuschlag auf den Lohn).

Der Rentner mit der Hauptsteuerkarte wird nach der Steuertabelle für Rentner besteuert, die folgende Freibeträge schon enthält:

Werbungskosten 300€/Jahr, sowie Sonderausgaben 480€/Jahr.

Der Rentnerfreibetrag in Höhe von 600€/Jahr entfällt ab 01.01.2009 und wird ersetzt durch einen monatlichen Steuerkredit in Höhe von 25€ (Nettozuschlag auf die Rente).

Beziehen beide Ehepartner eine Rente so werden eine Hauptsteuerkarte und eine zusätzliche Steuerkarte ausgestellt.

Die zusätzliche Steuerkarte für den Ehepartner wird mit einem Pauschalsatz besteuert. Der Freibetrag in Höhe von 300€/Jahr für Werbungskosten wird berücksichtigt.

Der Rentnerfreibetrag auf der zusätzlichen Steuerkarte des Ehepartners in Höhe von 600€/Jahr entfällt ab 01.01.2009 und wird ersetzt durch einen monatlichen Steuerkredit in Höhe von 25€ (Nettozuschlag auf die Rente).

Rentenbezieher, die in Deutschland wohnen, werden aufgrund des Doppelbesteuerungsabkommen (DBA) zwischen Luxemburg und Deutschland im Wohnland besteuert.

Steuerkarte beantragen

Jeder Arbeitnehmer muss seine Steuerkarte bei der Steuerverwaltung – RTS Büro für Nicht-Ansässige – beantragen und sie seinem Arbeitgeber aushändigen. Um die Steuerkarte zu erhalten, muss man ein Antragsformular ausfüllen, dem man ein Zertifikat über die Zusammensetzung des Haushalts(Haushalts-/Meldebescheinigung), das von der Gemeindeverwaltung ausgestellt wird, beifügt.

Administration des contributions

Bureau RTS – Non-résidents

5, rue de Hollerich

L-2982 Luxembourg

Tel. 00352/40.80.01

Mehr Informationen unter www.impotsdirects.publics.lu.

Die Steuerklassen

Die Zugehörigkeit zu den einzelnen Steuerklassen wird folgendermaßen definiert:

Alter unter 64 Jahre am 1. Januar des SteuerjahresAlter über 64 Jahre am 1. Januar des Steuerjahres
Allein stehend (ledig)11a
Allein stehend mit Kind1a1a
Verheiratet:22
- Weniger als 50% der Berufseinkünfte in Luxemburg1a1a
- Mehr als 50% der Berufseinkünfte in Luxemburg22
- Beide Partner berufstätig in Luxemburg22
Gesetzlicher Partnerschaftsvertrag (PACS)1
(2*)
1a
(2*)
Getrennt lebend (ohne gerichtliche Verfügung am 1. Januar des Steuerjahres)1**
2***
1a**
2***
Geschieden (oder gerichtlich getrennt):
- seit weniger als 3 Jahren22
- seit mehr als 3 Jahren11a
Witwe / Witwer:
- seit weniger als 3 Jahren22
- seit mehr als 3 Jahren1a1a

* seit 2008 können Unverheiratete, die in gesetzlicher Partnerschaft leben, die gemeinschaftliche Besteuerung ihrer Einkommen beantragen und somit von der Steuerklasse 2 profitieren. Diese Möglichkeit kann jedoch erst am Ende des Jahres über Steuererklärung beantragt werden, im Laufe des Jahres sind beide Partner immer in der Steuerklasse 1 bzw. 1a (Kind/er im Haushalt).

** Gilt nur für Grenzgänger (nicht ansässige Steuerpflichtige)

*** Gilt nur für ansässige Steuerpflichtige, da sie weiter gemeinsam besteuert werden

 

Änderung der Situation im Laufe des Jahres

Falls die Steuerklasse zu Gunsten des Arbeitnehmers ändert, wird die neue Steuerklasse rückwirkend auf den Jahresanfang angewandt. Diese Anwendung erfolgt entweder durch Änderung der Lohnsteuerkarte oder mittels Steuererklärung oder mittels Antrag auf Lohnsteuerjahresausgleich am Ende des Jahres.

Beispiel: bei Heirat im Monat September war der Alleinstehende bis dahin in Klasse 1 besteuert und wird nun in Steuerklasse 2 besteuert, dies nicht nur ab September, sondern auch für die vorhergehenden Monate des laufenden Jahres. Für die Monate Januar bis August auf Antrag am Jahresende durch einen Lohnsteuerjahresausgleich, Lohnsteuerermässigungsantrag oder  eine Steuererklärung.

Bei Wechsel des Arbeitnehmers in eine ungünstigere Steuerklasse wird die vorherige Klasse bis Ende des laufenden Jahres beibehalten.

Zusätzlich können Witwen(r), Geschiedene oder Getrennte aufgrund von gerichtlicher Entscheidung während weiterer 3 Jahre in Steuerklasse 2 verbleiben, nach dem Tode des Ehepartners, der Trennung oder der Scheidung. Im Anschluss findet die Steuerklasse 1 oder 1a Anwendung.

Kinder im Haushalt

Bis zum 31. Dezember 2007 war die Zahl der Kinder im Haushalt ebenfalls ein wichtiges Element zur Bestimmung der Steuerklasse und ausschlaggebend für die Festlegung des Steuersatzes.

Seit dem 1. Januar 2008 beinhalten die Steuerklassen nicht mehr die Anzahl der Kinder im Haushalt. Die ehemalige Steuerermäßigung für Kinder wird seither über den Kinderbonus ausgezahlt.

Achtung: Bei unverheirateten Paaren mit Kind(ern) im Haushalt wird die Steuerklasse 1a dem Partner zugeteilt, welcher den Kinderbonus erhält (also der Partner, dem das Kindergeld ausgezahlt wird)

Hinweis: Der Kinderbonus wird im Prinzip von der Kindergeldskasse mit dem Kindergeld ausbezahlt. Wird kein Kindergeld mehr gezahlt (z. Bsp. Kind 18 Jahre alt/berufstätig) so sollte der Kinderbonus beim zuständigen Steueramt beantragt werden

Die Steuergutschrift für Kinder (Art. 123 bis LIR Bonification)

Die Steuerpflichtigen, welche ihr Anrecht auf Steuerermässigung (Kinderbonus) für Kinder verlieren können während weiterer 2 Jahre eine „Steuergutschrift für Kinder“ beantragen.

Die Steuergutschrift für Kinder gilt also für zwei weitere Jahre, innerhalb der Grenzen und Bedingungen des Artikels 123bis LIR.

Der Betrag der Steuergutschrift in Höhe von max. 922,50€ für Kinder hängt ab vom steuerbaren Einkommen des Haushalts.

  • Falls das angepasste steuerbare Einkommen des Haushalts weniger als 67.400€ beträgt (Wert ab 2009) bringt die Steuergutschrift eine Minderung der zu zahlenden Steuer von max. 922,50€ (pro Kind).
  • Falls das angepasste steuerbare Einkommen des Haushalts zwischen 67.400€ und 76.600€ liegt, beträgt die Steuergutschrift 1/10 der Differenz zwischen 76.600€ und dem angepassten steuerbaren Einkommen.

Beispiel: Für ein angepasstes steuerbares Einkommen von 70.000€ beträgt die Steuergutschrift  (76.600 -70.000): 10, also  660,00€.

  • Falls das angepasste steuerbare Einkommen des Haushalts 76.600€ übersteigt, kann der Steuerpflichtige keine Steuergutschrift für Kinder erhalten (ausser wenn er wenigstens 5 Kinder hat – in diesem Fall gibt es keine Beschränkung des Einkommens).

Die Steuergutschrift kann über Steuererklärung oder über Lohnsteuerjahresausgleich beantragt werden.

Mehrere Einkünfte in Luxemburg

Berufstätige Ehepartner

Wie bereits erklärt wird bei einem in Luxemburg berufstätigen Ehepartner auch nur eine Steuerkarte (Hauptsteuerkarte) ausgestellt. Der Arbeitgeber hält Steuern entsprechend der Lohnsteuertabelle für monatliche Einkünfte ein.

Hingegen werden, falls beide Ehepartner in Luxemburg arbeiten zwei Steuerkarten ausgestellt. Ein Ehepartner erhält eine Hauptsteuerkarte. Er wird nach der Lohnsteuertabelle besteuert. Der andere erhält eine zusätzliche Steuerkarte. Er wird pauschal besteuert.

Die im Laufe des Jahres gezahlten Steuern sind als eine vorläufige Steuerschätzung anzusehen, dies bedingt am Ende des Jahres eine Steuerausgleichberechnung, welche über eine obligatorische Steuererklärung erfolgt (Besteuerung des Einkommens über gemeinsame Veranlagung).

Falls die Steuerverwaltung feststellt, dass die im Laufe des Jahres gezahlten Steuern nicht die Steuerschuld (nach der Einkommenssteuertabelle) abdeckt, fordert sie den Differenzbetrag von dem Steuerpflichtigen. Weiterhin fordert sie dann den Steuerpflichtigen zur Zahlung von trimesteriellen Vorauszahlungen auf. Diese Vorauszahlungen können aufgrund einer veränderten Situation des Steuerzahlers ändern.

Zuviel gezahlte Steuern (nach der Einkommenssteuertabelle für das entsprechende Jahr) werden vom Steueramt zurückerstattet (nach Abgabe der Steuererklärung).

Die oben beschriebene Situation bezieht sich z.B. auf folgende Personen:

  • Zwei berufstätige Ehepartner
  • Zwei pensionierte Ehepartner (z.Bsp. auch die sogenannte „Mammenrent“)
  • Witwe(r) mit mehreren Renten usw.

Der Pauschalsteuersatz

Der auf der zusätzlichen Steuerkarte eingetragene Steuersatz nennt man den Pauschalsteuersatz (Höchstsatz).

Dieser Steuersatz beträgt seit 01.01.2008:

  • 30 % für Steuerklasse 1
  • 18% für Steuerklasse 1a
  • 12 % für Steuerklasse 2

Dieser Pauschalsteuersatz ist als eine vorläufige Steuerschätzung anzusehen. Wenn dieser Steuersatz offensichtlich zu hoch ist, kann der Steuersatz auf Antrag beim zuständigen Lohnsteueramt reduziert werden.

Steuerkarte für berufstätige Ehepartner

Auf der zusätzlichen Steuerkarte werden ausserdem ein Abschlag für Fahrtkosten (FD), ein zusätzlicher Abschlag (AC) als „Ermässigung für eine zweite Steuerkarte“ des berufstätigen Ehepartners eingetragen.

Dieser Abschlag beinhaltet:

  • den ausserberuflichen Freibetrag (4.500€),
  • den minimalen Pauschbetrag für Werbungskosten (540€),
  • den minimalen Pauschbetrag für Sonderausgaben (480€).

Der Arbeitnehmerfreibetrag in Höhe von 600€/Jahr entfällt ab 01.01.2009 und wird ersetzt durch einen monatlichen Steuerkredit in Höhe von 25€ (Nettozuschlag auf den Lohn).

Die Summe dieser Abschläge beträgt 5.520€ pro Jahr oder 460€ pro Monat.

Achtung: Wenn einer der beiden Berufstätigen in Rente geht besteht noch weiterhin auf Antrag der Steuerfreibetrag in Höhe von 5.520€ für die 2. Steuerkarte für die nächsten 36 Monaten.

Dieser Antrag kann nur am Jahresende gestellt werden (Lohnsteuerjahresausgleich oder Steuererklärung). Der Freibetrag wird nicht mehr auf der 2. Steuerkarte vermerkt.

Welche Steuerkarte für welchen Ehepartner?

Ehepartner, die beide in Luxemburg arbeiten und gemeinsam besteuert werden könnten sich fragen, welcher von beiden die erste und welcher die zusätzliche Steuerkarte erhält.

Die Hauptsteuerkarte steht im Allgemeinen dem Ehepartner zu, welcher über das regelmässigste und übers Jahr vorhersehbar, höchste Einkommen verfügt.

Allgemeine Bemerkung: Ausserdem, wird beim Arbeitnehmer, welcher für mehrere Arbeitgeber tätig ist, die selbe Regel angewandt um festzulegen, bei welchem Arbeitgeber er seine Hauptsteuerkarte abgeben muss.

Ein Arbeitnehmer  mit 2 oder 3 Steuerkarten erhält auf der (den) zusätzliche(n) Steuerkarte(n) keine Steuerfreibeträge eingetragen.