Der Lohn

Die Zahlung der Löhne

Am Ende jedes Monats muss der Arbeitgeber jedem Arbeitnehmer eine genaue und detaillierte Abrechnung (monatlicher Lohnzettel) aushändigen mit folgenden Angaben:

  • Die Berechnungsweise des Lohnes oder Gehaltes
  • Die Arbeitsperiode
  • Die Gesamtanzahl der Arbeitsstunden, die dem überwiesenen Lohn entsprechen
  • Den Lohntarif für die geleisteten Stunden
  • Gegebenenfalls alle anderen Vorteile in bar oder in natura.

Der Lohn wird monatlich gezahlt und dies spätestens am letzten Tag des entsprechenden Monats.

Im Falle besonderer gesetzmäßiger und dringender Notwendigkeiten kann der Arbeitnehmer einen Vorschuss erhalten, der dem Lohn für die schon verrichtete Arbeit entspricht.

Die Verjährungsfrist in Sachen Lohn beträgt 3 Jahre.

Die Sozial- und Steuerlasten

Der Arbeitgeber muss die Sozial- und Steuerlasten abhalten.

Die Soziallasten betragen am 1. Januar 2017 11,05 % (8 % „Pensionskasse“ und 3,05 % „Krankenkasse“).

Dazu kommt noch ein Abzug für die Pflegeversicherung von 1,4 % auf den Bruttolohn, reduziert um ein Viertel des sozialen Mindestlohnes: (Brutto – ¼ sozialer Mindestlohn) X 1,4 %.

Die Steuern werden auch direkt an der Quelle abgezogen.

Der soziale Mindestlohn

Was den sozialen Mindestlohn in Luxemburg anbelangt, muss man zwischen nicht-qualifizierten und qualifizierten Arbeitnehmern unterscheiden (Beträge Stand Index 794,54)

Nicht-qualifizierte Arbeitnehmer 1.998,59 € brutto pro Monat (11,5525 € brutto pro Stunde).

Qualifizierte Arbeitnehmer 2.398,30 € brutto pro Monat (13,8630 € brutto pro Stunde).

(Stand 01.01.2017)

Gilt als qualifizierter Arbeitnehmer:

  • Der Arbeitnehmer, der einen Beruf  ausübt, der eine Berufsausbildung beinhaltet, die durch ein offizielles staatlich anerkanntes Abschlussdiplom belegt ist. Als anerkanntes Diplom betrachtet man staatlich anerkannte Diplome, die mindestens der schulischen Ausbildung der Technischen – oder Berufsschule des Sekundarschulwesens entspricht (CATP).
  • Der Arbeitnehmer, der über ein Zertifikat manueller Fähigkeiten verfügt und eine Berufs-Praxis von mindestens 2 Jahren in diesem Bereich nachweisen kann.
  • Der Arbeitnehmer, der über ein Zertifikat praktischer oder technischer Art verfügt (CITP), muss nach einer Praxis von mindestens 5 Jahren in dem Beruf für den das Zertifikat ausgestellt wurde, als qualifizierter Arbeitnehmer betrachtet werden.
  • Mangels Zertifikat, der Arbeitnehmer, der bei dem selben Arbeitgeber eine Berufspraxis von mindestens 10 Jahren nachweisen kann.

In den Berufen, in denen die Ausbildung nicht durch ein offizielles Zertifikat belegt wird, kann der Arbeitnehmer als qualifizierter Arbeitnehmer betrachtet werden, wenn er nach einer minimalen Periode von 6 Jahren eine praktische Ausbildung eines Berufes erhalten hat, der eine progressiv steigende technische Kapazität erfordert.