Lage der Nation 2012: Die Nationale Tripartite muss eingesetzt werden, damit solidarische und sozial gerechte Lösungen ausgearbeitet werden können

jc_juncker_-_etat_de_la_nation01_ldpetit_0.jpg.crop_display
In seiner Sitzung vom 9. Mai 2012 hat das LCGB-Exekutivkomitee eine detaillierte Diskussion geführt über die Regierungserklärung zur wirtschaftlichen, sozialen und finanziellen Lage Luxemburgs, welche Premierminister Jean-Claude Juncker am Vortag vor der Abgeordnetenkammer vortrug. Mit Bezug auf die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit und insbesondere der Jugendarbeitslosigkeit begrüßt der LCGB das Vorhaben der Regierung hier konkrete Lösungsvorschläge ausarbeiten zu wollen. Angesichts der Entwicklung der Arbeitslosigkeit in Luxemburg benötigen wir ohne Zweifel seitens der Regierung einen starken Einsatz für konkrete und klare Lösungswege. Der LCGB macht sich viele Sorgen über die angespannte Lage auf unserem Arbeitsmarkt und hat kürzlich ein Positionspapier über die Existenzabsicherung der Arbeitnehmer des Privatsektors verabschiedet. In diesem Positionspapier schlägt der LCGB Lösungen vor mit denen jene Menschen, die ihre Arbeit verloren haben oder ohne Arbeit sind, beschäftigt werden können und verhindert werden kann, dass sie ohne nützliche Beschäftigung zu Hause sitzen bleiben müssen. Das endgültige Ziel dieser Betreuung muss ein stabiles Arbeitsverhältnis sein. Mit Bezug auf die Jugendarbeitslosigkeit besteht der LCGB, vor allem im Industriebereich, auf eine Aufstockung der Lehrstellen in Folge einer gemeinsamen Analyse mit den Arbeitgebern über den Bedarf an Lehrlingen. Außerdem fordert der LCGB, dass jenen Jugendlichen, deren erste schulische Ausbildung gescheitert ist, eine reelle Chance geboten wird. Der bereits bestehende berufseinführende Arbeitsvertrag CIE (contrat à l’initiation de l’emploi) muss so überarbeitet werden, dass auch wenig qualifizierte Jugendliche auf unserem Arbeitsmarkt eine Beschäftigung finden können. Dieser neue CIE-Arbeitsvertrag muss zum Ziel haben, dass diese Jugendliche in den Genuss eines unbefristeten Arbeitsvertrages kommen. In Punkto Haushaltsdefizit beläuft sich gemäß denen vom Premierminister angekündigten Zahlen das Staatsdefizit auf rund 1 Milliarde €, bzw. 0,6 % des BIP. Es wurde aber auch hervorgehoben, dass das Defizit des Zentralstaats noch desaströser ist und sich auf 2,4 % des BIP beläuft. Hinzu kommt noch, dass der Luxemburger Staat von 2010 bis 2014 höchstwahrscheinlich auf ein Darlehen von 5 Milliarden € mit Schuldzinsen von 328 Millionen € zurückgegriffen haben wird. Der LCGB bedauert, dass die Regierung eigenständig beschlossen hat ein Sparmaßnahmenpaket (Aussetzen der Rentenanpassung auf den 1. Januar 2013, Erhöhung der Solidaritätssteuer um 2 %, Anhebung der Akzisen auf Tabak, Alkohol und Benzin, Umgestaltung des Systems der „chèques services“) zu schnüren mit dem die Arbeitnehmer und Rentner stark belastet werden. Dieses Sparmaßnahmenpaket muss sozial gerecht gestaltet werden. Der Beitrag der Arbeitnehmer und Rentner darf demnach nur gemäß den eigenen Möglichkeiten geleistet werden während die Unternehmen und Arbeitgeber sich auch stärker an der Sanierung des Haushaltsdefizits und an der Bekämpfung der Arbeitslosigkeit beteiligen müssen. Solidarität und soziale Gerechtigkeit müssen in diesem Sinne gleichermaßen für Privatsektor und öffentlichen Dienst gelten. Der LCGB fordert aus diesem Grunde die Einberufung einer Tripartitesitzung über die Staatsfinanzen und die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, damit ein globales Konzept für beide Problematik entwickelt sowie solidarische und sozial gerechte Lösungen ausgearbeitet werden können. Die Zukunft Luxemburgs hängt hiervon ab! Mitgeteilt vom LCGB am 9. Mai 2012.

Informationsabend in Mettlach-Orscholz: Die deutsche und die luxemburgische Rentenversicherung

IMG_1256 (Large)
Am 20. April 2012 hatte der LCGB zusammen mit der Deutschen Rentenversicherung im Cloef Atrium in Mettlach-Orscholz zu einem Informationsabend zum Thema Renten eingeladen. Im prall gefüllten Sitzungssaal verfolgten über 250 Interessierte die Vorträge von Joachim ENDRES (Deutsche Rentenversicherung) und Siggi FARYS (LCGB) und vielen von ihnen nutzen im Anschluss die Gelegenheit persönliche Gespräche mit den Referenten zu führen. Anschliessend brachte Wolly von Wolly-Rollings-Disco auf der Renten-After Party die "alte Mukke" zurück.
ENDRES-Merzig-146x146

Ab Mai 2012: Neue Dienstleistung für deutsche Grenzgänger in Merzig

Ab Mai 2012 wird Joachim ENDRES, Versichertenberater der Deutschen Rentenversicherung Bund (DRV Bund) im Landkreis Merzig-Wadern, Sprechtage in LCGB-Grenzgängerbüro in Merzig durchführen und allen Interessierten bei folgenden Verfahren kostenlos behilflich sein:
  • Klärung grenzüberschreitender Sachverhalte/Ansprüche
  • Kontenklärungsverfahren
  • Anerkennung von Kindererziehungszeiten
  • Anerkennung von Beitragszeiten / Anrechnungszeiten
  • Rentenantragsverfahren (Alters-, Hinterbliebenen- und Erwerbsminderungsrente)
  • Hilfe bei der Abwicklung des Formalismus und inhaltliche Erläuterung von Bescheiden.
Lire la suite
Merzig

ACHTUNG: Ab dem 1. Mai 2012 neue Öffnungszeiten im LCGB-Grenzgängerbüro Merzig

Ab dem 1. Mai 2012 finden im LCGB-Grenzgängerbüro Merzig die offenen Sprechstunden ohne Terminabsprache jeden Dienstag von 8 Uhr 30 bis 12 Uhr und von 13 Uhr bis 17 Uhr statt. Ausserdem ist das LCGB-Grenzgängerbüro Merzig jeden ersten Dienstag im Monat nur nach Terminabsprache unter der Telefonnummer +49 (0) 6861 93 82 310 von 17 Uhr bis 20 Uhr geöffnet (Termine 2012: 08.Mai / 05. Juni / 03.Juli / 04.September / 02.Oktober / 06.November / 04.Dezember).

Trier NEW

ACHTUNG: Ab dem 2. April neues LCGB-Grenzgängerbüro in Trier

Ab dem 2. April 2012 finden im LCGB-Grenzgängerbüro Trier (Schönbornstrasse 1, D-54295 Trier) jeden Dienstag und Donnerstag offene Sprechstunden ohne Terminabsprache durchgehend von 10 Uhr bis 16 Uhr statt. Sie können unsere Beraterin Tania Picco im Grenzgängerbüro in Trier unter der Telefonnummer +49 (0) 651 99 14 13 07 oder per Email (tpicco@lcgb.lu) erreichen.